böser zucker – teil2

„schadstoff zucker“, so titelte schon 1985 eine broschüre eines verbraucherverbandes. die wirtschaftliche vereinigung zucker e.v. bonn klagte dagegen und verlor 1986. die richter entschieden, dass dem zucker ein nicht zu vernachlässigendes gefährdungspotiental innewohnt und der begriff „schadstoff“ deshalb in ordnung sei.

starker tobak für mich als fan alles süßen.

wiederholen wir noch mal: zucker fördert also karies, typ-2-diabetes, fettleibigkeit und die entstehung einer fettleber – so weit war ich schon. jetzt kommen allerdings noch einige unschöne dinge hinzu, mit denen zuckerkonsum in verbindung gebracht wird.

da hätten wir zunächst die sogenannten koronaren herzkrankheiten. das sind erkrankungen, die durch eine verengung der gefäße entstehen, die den herzmuskel mit blut versorgen. am ende dieser verengungen steht der verschluss eines gefäßes und damit der herzinfarkt. untersuchungen haben gezeigt, dass sich im blut von menschen, die viel zucker zu sich nehmen, bereits nach einigen wochen veränderungen zeigen, die langfristig schlecht für´s herz sind. das gesamtcholesterin steigt an und da vor allem das schlechte ldl-cholestrien,  aber auch die triglyceride und der harnsäurespiegel.

was mich am meisten erstaunt hat, ist, dass es einen zusammenhang zwischen der aufnahme von zucker und der entstehung von krebs geben soll. ich habe einige zeit gesucht und in ernstzunehmenden quellen keine direkte verbindung belegt gesehen. das sogenannte metabolische syndrom (starkes übergewicht, bluthochdruck, erhöhte blutzuckerwerte, gestörter fettstoffwechsel) ist ein risikofaktor für bestimmte krebsarten. übermäßiger zuckerkonsum ist aber nur ein möglicher baustein für das metabolische syndrom.

belegt ist allerdings, dass tumore im menschlichen körper vor allem zucker brauchen, um zu wachsen. das konnten wissenschaftler herausfinden. ob zucker einen direkten einfluss auf die entstehung von krebs hat, ist noch nicht belegt. ebenso, ob eine zuckerfreie ernährung (ketogene diät) sich bei einer krebserkrankung positiv auswirkt.

okay, das soll reichen. ich denke, ich habe mir jetzt genug motivationshilfe beschafft, um ab mittwoch zu verzichten. ich bin sehr gespannt, ob ich außer entzugserscheinungen irgendetwas spüren werde, wenn ich plötzlich auf die weißen kristalle verzichte.

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2 Gedanken zu “böser zucker – teil2

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