hedonistische hyperphagie

der heutige blogeintrag führt wieder ein stückchen von meinen persönlichen zuckererfahrungen weg. hedonistische hyperphagie ein interessantes wort, oder. ich bin in einem artikel drauf gestoßen, in dem es um ultraverarbeitete lebensmittel geht, also um tiekühlpizza, fertiggerichte, fertigkuchen, schokoriegel usw. forscher sprechen davon, wenn menschen beim essen einfach kein ende finden. sie werden nicht satt, essen immer weiter. beispielhaft für ein solches verhalten, sind die bewohner der inseln samoa und tonga. ja, hab schon öfter fotos von diesen zum großteil unglaublich dicken menschen gesehen. bis vor einigen jahrzehnten waren auf diesen südpazikinseln herz-kreislauf-erkrankungen weitgehend unbekannt. mit der einführung ultraverarbeiteter lebensmittel, änderte sich das. heute sind die menschen dort so dick und krank wie in kaum einem anderen land.

lebensmittelchemiker haben sich dem phänomen angenommen und versucht herauszubekommen, woran die fresslust liegt. klar, man denkt erstmal, dass sich die menschen wahrscheinlich nicht beherrschen können, einfach zu viel und das falsche essen. stimmt vielleicht auch ein bisschen. aber da gibt es vor allem auch jemanden, der alles daran setzt sie (und uns) zu verführen. es sind die lebensmittelkonzerne – die großen, die, die global agieren. Coca-Cola, Nestlé, Danone und Unilever, um einige zu nennen. in ihren laboren tüfteln wissenschaftler daran, in welchem verhältnis fett und zucker in den lebensmitteln enthalten sein müssen, um hedonistische hyperphagie auszulösen. die zauberformel wirkt direkt auf´s gehirn, lässt das belohnungssystem purzelbäume schlagen und den esser sein sättigungsgefühl ignorieren. die lebensmittelkonzerne streiten natürlich ab, dass sie solche hintergedanken haben und nahrungsmittel entwickeln, die süchtig machen. dass sie es mit absicht machen, ist ihnen wahrscheinlich auch nicht zu beweisen, dass die lebensmittel aber so wirken, ist nach den forschungsergebnissen kaum noch zu leugnen.

mir macht allein der verdacht, dass ich durch großkonzerne unwissentlich beeinflusst werde und davon krank werde, sorge. und ich finde, in unserer gesellschaft besteht ein ungleichgewicht bezüglich des erregungszustands. bei vermeintlicher falschinformation durch die medien, laufen die bürger zur höchstform auf, fühlen sich in ihrer freiheit bedroht und sehen die demokratie in gefahr. eine lebensmittelindustrie, die sie dick und krank macht, nehmen sie schweigend hin. schon ein bisschen seltsam, oder?

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